Assia Djebar

Article Bio Works Merits Projects
additional name:
Fatima-Zohra Imalayène
crossroads:
Gender, Islam, Kolonialismus, Krieg, Sprache, Tradition
genre(subgenre):
Film (allgemein)
Geschriebenes & gesprochenes Wort (Dokumentation, Erzählung, Essay, Reportage, Roman)
region:
Africa, Northern, Europe, Western
country/territory:
Tunisia, France
city:
Algiers, Paris
created on:
May 20, 2003
last changed on:
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Assia Djebar
Assia Djebar © Lutz Deppe

Article

Die klare zerbrechliche Kraft des Schreibens

Die 1936 in Cherchell/Algerien geborene Assia Djebar war (fast) immer die Erste. Als erste Algerierin studierte sie an der Eliteschule École Normale Supérieure von Sèvres. Sie war die erste Dramaturgin und erste erfolgreiche Filmemacherin ihres Landes. Als erste Professorin für Geschichte und Literaturwissenschaft lehrte sie in Rabat/Marokko und in Algier. Und als erste arabische Schriftstellerin erhielt sie im Jahr 2000 den "Friedenspreis des Deutschen Buchhandels", nach vielen anderen internationalen Auszeichnungen. In ihren Romanen, Filmen und Essays wendet sie sich gegen die "bleierne Stummheit der algerischen Frauen", erklärt sie selbst das Anliegen ihres Werkes. "Die klare, zerbrechliche Kraft des Schreibens" setzt sie gegen "das unerkannte, lastende Schweigen der Musliminnen, das vor diesem Schreiben liegt".
Die 1936 in Cherchell (Algerien) geborene Assia Djebar (mit bürgerlichem Namen heißt sie Fatima-Zohra Imalayène) gilt vielen als die begabteste Künstlerin, die in diesem Jahrhundert aus der moslemischen Welt hervorgegangen ist. Feministin, Sprecherin für ihre ans Haus gefesselten Schwestern, furchtlose Kritikerin ihrer traditionalistischen Brüder, selbstbewusste Schriftstellerin und ebenso selbstbewusste internationale Referentin, ist Djebar eine Widerstandskämpferin. Sie ist jedoch keine harte Kriegerin, sondern eher eine sanfte Rebellin – mit Wirkung. Die inzwischen Ende sechzigjährige Autorin erreicht ihre Ziele mit überzeugenden Worten, als Verfasserin von Romanen, Dramen, Gedichten und Essays, als Filmemacherin, Historikerin und Journalistin. Sie ist die gefeierte Symbolfigur für Freiheit und Versöhnung in ihrem Heimatland Algerien – und für viele Algerier noch immer ein Skandal. Ihre zentralen Themen: das Schicksal der arabisch-muslimischen Frau, das Wandern zwischen arabischer und westlicher Welt und die Auseinandersetzung mit der französisch-kolonialen Vergangenheit.

Assia Djebar wächst als Tochter eines Lehrers in Algerien auf. So hat sie das Privileg, neben der Koranschule auch die französische Grundschule besuchen zu können. Ohne diese Schulbildung wäre sie nie Schriftstellerin geworden. Ihr Vater, vermerkt sie in ihrer Dankesrede für den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2000, war "ein Mann der Moderne, und er brach mit dem muslimischem Konformismus, der mich fast unweigerlich zum eingesperrten Leben der heiratsfähigen Mädchen bestimmt hätte." Und er lässt ihr – im Gegensatz zu so vielen anderen muslimischen Vätern – Bewegungsfreiheit.

"Ebenso hätte ich fünf, sechs Jahre später nicht mit solchem Eifer den literarischen Weg eingeschlagen, wenn ich (das ist vielleicht überraschend) nicht mit solcher Leidenschaft anonym durch die Straßen der Städte hätte wandern können, als Passantin, als Schauende, als verhinderter Junge, und, bis zum heutigen Tag, als Spaziergängerin. Für mich ist dies die allererste der Freiheiten, die Freiheit sich zu bewegen, unterwegs zu sein, die immer wieder überraschende Möglichkeit, über sein Kommen und Gehen zu bestimmen, von drinnen nach draußen, vom privaten in den öffentlichen Raum und umgekehrt \... Hier in Europa erscheint dies für heranwachsende Mädchen selbstverständlich. Für mich war es Anfang der fünfziger Jahre ein unglaublicher Luxus" (ebenda).

1955 beginnt Assia Djebar als erste Algerierin an der École Normale Supérieure von Sèvres ihr Geschichtsstudium – und fliegt zwei Jahre später in hohem Bogen wieder raus, weil sie sich in Paris am politischen Streik der algerischen Studenten beteiligt hatte, die für die Unabhängigkeit kämpften. Zur gleichen Zeit wird Assia Djebar von der französischen Presse gefeiert, denn sie hatte – erst 21 Jahre alt – ihren ersten Roman veröffentlicht. "La Soif" ("Der Durst") / "Die Zweifelnden" (1993) ist ihr erster als Buch verpackter Protest gegen die Behandlung der Frauen im Islam. Ihre Botschaft lautete schon damals: Nicht der vom Propheten verkündete Islam steht der Emanzipation der Frauen entgegen, sondern die nach ihm begründeten Traditionen.

Aus Angst, dass der in nur zwei Monaten während der Studentenunruhen geschriebene Roman ihrem Vater nicht gefallen könnte, hatte sie es nicht gewagt, das Werk unter ihrem eigenen Namen zu veröffentlichen. Auf der Fahrt im Taxi zum Verlag bat sie ihren Verlobten Ahmed Ould-Rouïs, einen algerischen Nationalisten, der schon bald von der Polizei gesucht werden sollte, gebeten, ihr die 99 rituellen Anrufungen für Allah aufzuzählen, in der Hoffnung, darunter ein geeignetes Pseudonym zu finden. Sie wählte "djebbar" aus, ein Wort, das Allah als "unversöhnlich" preist, schrieb es in der Eile aber falsch, "djébar", wodurch sie das klassische Arabisch unbeabsichtigt in den landessprachlichen Ausdruck für "Heiler" verwandelte.

Während "La Soif" in Frankreich mit Françoise Sagans "Bonjour Tristesse" verglichen wurde, kritisierten die algerischen Rezensenten, dass der Roman die gegenwärtige politische Lage nicht widerspiegele. Dabei war Assia Djebar nicht etwa unpolitisch. Während des Befreiungskrieges arbeitete sie für die Zeitung der antikolonialistischen FLN, El-Moujahid und führte Interviews mit algerischen Flüchtlingen in Marokko. Als Assistentin an der Universität von Rabat setzte sie diese Arbeit fort, indem sie sich in zahlreichen algerischen kulturellen Initiativen engagierte.

Ihr zweiter Roman "Les Impatients (1958) / "Die Ungeduldigen" (1992) spielt vor dem Hintergrund des Unabhängigkeitskampfes und handelt von der jungen Dalila, die sich in ihrer Familie, deren Atmosphäre geprägt ist von der Dominanz der Männer und der Frustration der Frauen, gefangen fühlt. "Les Enfants du nouveau monde" (1962) erzählt von algerischen Frauen, die eigene Forderungen entwickeln. Die Protagonistin nimmt an kollektiven Aktionen zum politischen Wechsel teil. Die Themen Liebe und Krieg, Vergangenheit und Gegenwart werden in ihrem vierten Roman, "Les Alouettes naïves" (1967), der sich um die Auflehnung einer jungen Frau gegen das Patriarchat dreht, weitergeführt.

In den siebziger Jahren folgen zehn Jahre des Schweigens. "Auf meinem Weg als Schriftstellerin erfasste mich einmal ein Schwanken, ein tiefgreifender Selbstzweifel, der mich lange Zeit schweigen ließ. Zehn Jahre publizierte ich nichts, aber ich konnte mein Land durchstreifen – für Reportagen, Befragungen, schließlich für Filmaufnahmen. Ich war erfüllt von dem Wunsch, mit den Bäuerinnen zu sprechen, mit Dorfbewohnerinnen aus Regionen mit unterschiedlicher Tradition, wie auch von dem Bedürfnis, zum Stamm meiner Mutter zurückzukehren, zwölf Jahre nach der Unabhängigkeit" (ebenda).

Sie wendet sich dem Film zu, um auch ein analphabetisches Publikum erreichen zu können. Ihr erster Film, "La Nouba des femmes du mont Chenoua" (1979), gewinnt den Preis der Internationalen Kritik auf der Biennale von Venedig. Ihr zweiter Film, "La Zerda ou les chants de l’oubli" (1982), eine Chronik des Lebens im Maghreb in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, erhält 1982 den Preis für den besten historischen Film der Berlinale. In den siebziger Jahren arbeitet sie an vielen Produktionen als Regieassistentin mit. 1973 führt sie Regie bei ihrer eigenen Adaptation von Tom Eyens Theaterstück über Marilyn Monroe, "The White Whore and the Bit Player".
Als Djebar dann an die Universität Algier zurückkehrt, beginnt sie, Film und Theater zu unterrichten.

Nach dieser zehnjährigen Phase des Schweigens erschien "Femmes d’Alger dans leur appartement" (1980) / "Die Frauen von Algier" (1994). Der Titel ist eine Anspielung auf ein Gemälde von Delacroix. Dieser Zyklus von Erzählungen experimentiert mit neuen Stilmitteln: mit Gesprächen zwischen Frauen, mit dem Klang der Sprache und einer Schnitttechnik, die Djebar aus der Filmdramaturgie übernimmt. "L’Amour, la fantasia" (1985) / "Fantasia" (1990) vereinigt Autobiografisches, historische Berichte der französischen Eroberung von 1830 und den algerischen Befreiungskrieg. Ziel ihres Schreibens ist, die französische Sprache auf ihre dunkle koloniale Vergangenheit und ihre heutigen Auswirkungen und Wirkungsmöglichkeiten abzuklopfen. "Wegen dieser Sprache waren früher schließlich das Arabische und Berberische aus den Schulen und der Öffentlichkeit verbannt worden", sagt sie bei der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels. "Mein Ziel war, die bleierne Stummheit der algerischen Frauen spürbar zu machen, die Unsichtbarkeit ihrer Körper, denn auch sie kehrte zurück, zusammen mit einer rückschrittlichen, nach außen abgeschotteten Tradition" (ebenda).

"L’Amour, la fantasia" ist der erste Teil einer Tetralogie, die die Facetten des Maghrebs in Geschichte und Gegenwart einfängt. Sie wurde mit "Ombre sultane" (1987) / "Die Schattenkönigin" (1988) fortgesetzt. "Loin de Médine" (1991) / "Fern von Medina" (1994) beschreibt das Leben der Frauen im Leben des Propheten Mohammed. Der Roman "Vaste est la prison" (1995) / "Weit ist mein Gefängnis" (1997) verknüpft – mit autobiografischen Anklängen – das Leben einer modernen, gebildeten Algerierin mit herausragenden Frauengestalten der maghrebinischen Geschichte und der großen Zivilisation Karthagos, die in der heutigen Berberkultur ihren späten Widerhall findet.

"Ich muss auf alle Fragen antworten!", erklärt Assia Djebar ihre Intention, "oder wenigstens ihr Bedrängendes zum Ausdruck bringen: für mich, für die Frauen, die wie ich hatten fortgehen müssen, um Sauerstoff zum Leben zu haben – aber auch für die anderen Frauen, die Schweigenden, die Gedemütigten, die mit verglühtem Herzen gestorben waren, da sie um die Erniedrigung wussten. In diesem Ringen mit der Geschichte schrieb ich ‚Fantasia‘, danach ‚Schattenkönigin‘ und die übrigen Bände der Tetralogie über Algier. Als ich mich wie eine Immigrantin in einer Vorstadt von Paris niederließ, hatte ich mir nicht vorgestellt, dass ich mich in den folgenden Jahren mit den Wechselfällen, den Entladungen, dem Wahnsinn und dann \... mit der Gewalt und den tagtäglichen Morden befassen würde, wie wir sie in den Spalten der Tageszeitungen lesen konnten und die das Gesicht meines Landes verzerrten! Eine einsame, ohnmächtige Suche in meinen Büchern, meine Fragen wurden immer fassungsloser."

1997 schreibt sie eine Liebesgeschichte, die in Straßburg spielt und mit der sie auf indirekte Weise auf die Verletzungen reagiert, die ihr die Situation in Algerien zugefügt haben, wie sie in ihrer Rede "Schreiben in Europa" am 28. November 1998 im Berliner Haus der Kulturen der Welt ausführt: "Es wird Sie nicht überraschen, dass ich diesen Roman 1997 in Louisiana geschrieben habe, als ich, weit entfernt, von den Massakern an Dorfbewohnern meiner Heimat erfuhr. Nach zwei Büchern über den Tod ("Weißes Algerien" und "Oran, morte") war meine erste Reaktion auf die blutige Gegenwart, ausführlicher über jene imaginären neun Liebesnächte in Straßburg zu schreiben! Geben wir es zu – meine Fantasie war in gewissem Sinn reine Therapie!" Therapie, aber nicht Eskapismus. Denn in Straßburg, eingraviert in eine Hotelfassade, findet Assia Djebar die Worte Camille Claudels, der genialen Bildhauerin und unglücklichen Geliebten von Rodin: "Es gibt immer etwas Abwesendes, das mich quält". Dieses quälende Abwesende heraufzubeschwören, hat Assia Djebar sich in ihrer Arbeit vorgenommen, auch das Quälende der Erinnerungen ihrer europäischen Leser. Der Wunsch dahinter: "Ein einfaches Austauschen von Erinnerungen, die manchmal zu schwer wiegen."
Author: Gabriele Stiller-Kern

Bio

Assia Djebar, deren eigentlicher Name Fatima-Zohra Imalayène ist, wurde am 30.6.1936 in Cherchell, einer kleinen Küstenstadt bei Algier, geboren. Nach dem Besuch der Koranschule und der französischen Grundschule wurde sie als erste Algerierin an der École Normale Supérieure in Paris zugelassen. 1956 beteiligte sie sich am Studentenstreik im ersten Jahr des algerischen Unabhängigkeitskampfes. 1958 heiratete sie Ahmed Ould-Rouïs, ein Mitglied der algerischen Widerstandsbewegung. Diese Ehe wurde 1975 geschieden. 1980 heiratete sie den Dichter Malek Alloula.

Ihr schriftstellerisches Debüt gab die Autorin mit dem Roman "La Soif" (1957), den sie während der Studentenunruhen 1956 schrieb. "Les Impatients" (1958) spielt vor dem Hintergrund des Unabhängigkeitskampfes und erzählt wie auch ihr folgender Roman "Les Enfants du nouveau monde" (1962) von dem Leben algerischer Frauen und ihrem Kampf gegen die Zwänge der orthodoxen islamischen Gesellschaft. Die Themen Liebe und Krieg, die Geschichte und Gegenwart der algerischen Gesellschaft, führte Assia Djebar auch in ihrem Roman "Les Alouettes naïves" (1976) fort.

Während des Befreiungskampfes arbeitete Assia Djebar für die Zeitung der antikolonialistischen FLN, "El-Moujahid". Später arbeitete sie als Assistentin an der Universität von Rabat, wo sie sich in zahlreichen algerischen kulturellen Initiativen engagierte.

In den siebziger Jahren begann Assia Djebar, klassisches Arabisch zu studieren und sich dem Theater und dem Film zuzuwenden. Sie arbeitete zunächst als Regieassistentin und gewann mit ihrem ersten Film "La Nouba des femmes du mont Chenoua" (1979) den Preis der Internationalen Kritik auf der Biennale von Venedig. Ihr zweiter Film "La Zerda ou les chants de l’oubli" (1982) erhielt 1982 den Preis für den besten historischen Film der Berlinale.

Mit "Femmes d’Alger dans leur appartement" (1980) meldete sich Djebar nach zehnjährigem Schweigen zurück. Es folgte eine Tetralogie, in der sie das Leben im Maghreb in all seinen Facetten, in Vergangenheit und Gegenwart einfängt. 1997 schrieb sie mit "Les nuits de Strasbourg" (1997) eine intensive, sehr leidenschaftliche Liebesgeschichte.

„La femme sans sépulture“ („Frau ohne Begräbnis“), 2002 veröffentlicht, ist ein Buch auf der Grenze zwischen Roman und Dokumentation: Jahrzehnte nach dem Tod der algerischen Widerstandsheldin Zoulikha, befragt Assia Djebar deren Töchter und damalige Weggefährten und versucht das Leben dieser großen Frau nachzuzeichnen. 2003 erschien „La Disparition de la langue française“ („Das verlorene Wort“). Ein Roman, in dessen Mittelpunkt ein Mann steht, der nach zwanzig Jahren in Frankreich nach Algerien zurückkehrt. Die Le Monde feierte Assia Djebars jüngstes Werk als eines ihrer „bewegendsten Bücher. Man muss es wieder und wieder lesen, lange hallt es nach.“
Assia Djebar ist seit 1997 als Professorin am Zentrum für französische und frankophone Studien der Louisiana State University tätig. Sie erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen für ihr Werk, im Jahr 2000 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Works

Nulle part dans la maison de mon père / Nirgendwo im Haus meines Vaters

Published Written,
2007
Franz. 2007. Dt. Fischer: Frankfurt a.M. 2009

La Disparition de la langue française / Das verlorene Wort

Published Written,
2003

The White Whore and the Bit Player

Production / Performance,
2003
(theatre, directing)

La femme sans sépulture / Frau ohne Begräbnis

Published Written,
2002

Ces voix qui m’assiégent

Published Written,
1999
Essaysammlung

Les Nuits de Strasbourg/ Nächte in Straßburg

Published Written,
1997
Roman/ deutsch 1997

Oran, langue morte

Published Written,
1997
Roman

Le blanc de l’Algérie/ Weißes Algerien

Published Written,
1996
Roman

Vaste est la prison/ Weit ist mein Gefängnis

Published Written,
1995
Roman/ deutsch 1997

Loin de Médine / Fern von Medina

Published Written,
1994
Roman/ deutsch 1994

Women of Algiers in their Apartment

Published Written,
1992
(trans. Marjolijn de Jager), Charlottesville: University Press of Virginia

Ombre sultane/ Die Schattenkönigin

Published Written,
1987
Roman/ deutsch 1988

L’Amour, la fantaisia/ Fantasia

Published Written,
1985
Roman 1990

La Zerda ou les chants de l’oubli

Film / TV,
1982
Drehbuch und Regie

Femmes d’Alger dans leur appartement/ Die Frauen von Algier

Published Written,
1980
Roman/ deutsch 1994

La Nouba des femmes du Mont Chenoua

Film / TV,
1978
Drehbuch und Regie

Les Alouettes naïves

Published Written,
1967
(novel)

Les Enfants du nouveau monde

Published Written,
1962
(novel)

Les Impatients/ Die Ungeduldigen

Published Written,
1958
Roman/ deutsch 1992

La Soif / Die Zweifelnden

Published Written,
1957
Roman / deutsch 1993

Merits

1962
Französischer Kulturpreis für "Les enfants du nouveau monde"

1979
Internationaler Kritikerpreis der Biennale von Venedig für "La Nouba des femmes du Mont Chenoua"

1982
Sonderpreis für den besten historischen Film der Berlinale für "La Zerda ou les chants de l´oubli"

1985
Franco-arabischer Freundschaftspreis für "L’Amour, la fantasia"

1989
Literaturpreis des Ökumenischen Zentrums, Frankfurt, für "Ombre Sultane"

1995 Doctor honoris causa der Universität Wien

1995
Prix Maeterlinck für das Gesamtwerk

1996
Neustadt-Literaturpreis für das Gesamtwerk

1997
Fonlon-Nichols Preis für das Gesamtwerk

1997
Marguerite-Yourcenar-Preis für "Oran, langue morte"

1998
Literaturpreis der Stadt Palmi für das Gesamtwerk

1999
Preis der Zeitschrift Etudes Françaises für "Ces voix qui m’assiégent"

1999
Medaille der Frankophonie der Académie Française

1999
Mitglied der Königlich Belgischen Akademie für Französische Sprache und Literatur

2000
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

2004
Beim zehnten Literaturfestival Dedica, veranstaltet von der Associazione per la Prosa di Pordenone in Norditalien, wird Assia Djebar für ihr Gesamtwerk und für "ihren Kampf für die Meinungsfreiheit der islamischen Frau sowie gegen religiösen Fanatismus" geehrt.

Projects

This artist took part in the following project(s) organized/funded by the culturebase.net partner institutions.

Rethinking Europe

Debates, lectures, concerts, readings

(26 March 98 - 24 January 99)

Confess, writers from the Orient are greater!

(25 April 90 - 29 April 90)