Busi Mhlongo

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crossroads:
Gender
genre(subgenre):
Musik (Modern Maskanda, Zulu)
region:
Africa, Southern
country/territory:
South Africa
created on:
May 16, 2003
last changed on:
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information provided by:
Busi Mhlongo
Busi Mhlongo © M.E.L.T. 2000

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Busi Mhlongo - die Zulu Queen

Zulu-Musik ist traditionell Männersache - oder besser: sie war es. Denn mit Busi Mhlongo hat sich eine Frau an die vorderste Front kreativer Weltmusik im südafrikanischen KwaZulu Natal geschoben.
Victoria „Busi“ Mhlongo gehört zu den Künstlern Südafrikas, für die das Ende der Apartheid zum Sprungbrett für eine international erfolgreiche Karriere wurde. Geboren in einem kleinen Dorf, machte sie erste musikalische Erfahrungen im Kirchenchor und bei traditionellen Hochzeiten. Um als professionelle Sängerin zu arbeiten, ging sie nach dem Schulabschluss nach Johannesburg und später in das beliebteste Urlaubsziel der weißen Johannesburger: nach Lorenço Marques (später Maputo) in der portugiesischen Kolonie Mosambik, wo das ausgeprägte Nachtleben großen Bedarf an Musikern hatte. 1970 verließ sie Südafrika und ging über Lissabon nach London, wo sie mit Landsleuten wie Dudu Pukwana arbeitete und zeitweilig Leadsängerin von Osibisa war; in Amsterdam trat sie mehrmals mit der dienstältesten Afropop-Gruppe „Ifang Bondi“ aus Gambia auf.
Trotzdem gelang ihr der internationale Durchbruch erst in den neunziger Jahren von Südafrika aus, vor allem mit dem Album „Urban Zulu“, das die traditionelle (und bis dahin ausschließlich von Männern gespielte) Maskanda-Musik der Zulu mit den Kwaito-Rhythmen der Township-DJs ebenso fusionierte wie mit westlichen Dancefloor-Sounds und Dub-Feeling, wofür im wesentlichen der englische Produzent Will Mowat (Soul II Soul, Angelique Kidjo, Capercaillie etc.) verantwortlich zeichnete. „Urban Zulu“ hielt sich monatelang in den europäischen Weltmusik-Charts und machte Busi Mhlongo über Insiderkreise hinaus bekannt.

In ihren Texten beschäftigt Busi Mhlongo sich mit alltäglichen Problemen wie der extrem hohen, oft auch politisch motivierten Kriminalität in ihrer Heimat oder den vielen Vätern, die ihre Familien im Stich lassen. Trotzdem klingt die Musik niemals depressiv; und bei Konzerten erweist sich die kleine Sängerin als charismatisches Energiebündel, das über die Bühne fegt und die Band jederzeit voll im Griff hat.

Anders als ihre Kollegen im Musikgeschäft ist Busi Mhlongo nicht einem einmal gefundenen Stil treu geblieben, sondern hat ihre Musik ständig weiterentwickelt.


Author: Wolfgang König

Bio

* 28. Oktober 1947
Busi Mhlongo verstarb am 15. Juni 2010

Works

African Classics: Busi Mhlongo

Published Audio,
2008
Sheer Legacy

Freedom

Published Audio,
2003
Sony South Africa/Chissa

Indiza - Voyages through new sounds

Published Audio,
2002
Melt

Urban Zulu The Remixes

Published Audio,
2000
Melt

Urban Zulu

Published Audio,
1998
Melt

Babhemu

Published Audio,
1994
Munich Records
video

"Yehlisan´umoya Ma-Afrika (Afrikan Nation, calm!)"

von der CD "Urbanzulu"
M.E.L.T. 2000
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audio

"Yapheli´ Mali Yami"

© Dick Jewell
M.E.L.T.2000
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