Shubha Mudgal

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genre(subgenre):
Musik (Filmmusik, Khyal, Pop)
region:
Asia, Southern and Central
country/territory:
India
created on:
September 1, 2003
last changed on:
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Shubha Mudgal / Foto: Barbara Fahle

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In der stark von Demarkationslinien durchzogenen indischen Kulturlandschaft, die zwischen klassisch und populär separieren und in traditionsverhaftete Schulen einteilen, ist Shubha Mugdal eine Ausnahmeerscheinung, die strikte Gegensätze in ihrer Person zu vereinen scheint – sie ist klassische Musikerin, Komponistin und Popstar zugleich und wird als virtuose, kreative und innovative Künstlerin weithin geschätzt. "Meine Musik ist in erster Linie abstrakte, improvisierte klassische indische Musik. Aber ich fühle mich genauso als Frau im Heute und bin neugierig auf andere musikalische Strömungen und Bedürfnisse und kann künstlerisch mit Menschen aus aller Welt in einen Dialog treten."
Geboren 1959 im nordindischen Allahabad, wuchs die Vokalistin in einem musikalisch-literarischem familiären Umfeld auf. Bedeutende Musiker und Musikwissenschaftler wie Ram Ashreya Jha (Allahabad), Vinaya Chandra Maudgalya und Vasant Thakar (Delhi) wurden ihre Lehrer. Sie entwickelte sich zu einer Virtuosin in der klassischen Hindustani Khyal-Gesangstradition und zu einer leidenschaftlichen Forscherin auf dem Gebiet der indischen Volksmusik. Die Übersiedlung in die Hauptstadt Delhi gab ihrer experimentellen Neugier und ihrem unabhängigen Geist starken Auftrieb.

Neben ihrer Karriere als Sängerin etablierte sie sich ebenfalls als Komponistin. Ihre Vertonungen mystischer Gedichte aus der muslimischen Sufi-Überlieferung und rarer hinduistischer Texte wurden von der Kritik hoch gelobt, von Hindu-Traditionalisten beargwöhnt. Landesweite Popularität bescherte ihr das Album "Ali More Angana" mit tanzbarer devotionaler Musik, das zu einem Dancefloor-Hit avancierte. Ein weiteres Resultat: ihre Videos laufen mittlerweile im indischen MTV.

Shubha Mudgal komponiert für Tanz und Ballett und schreibt Musik für Film und TV. Am bekanntesten dürften ihre Kooperationen mit der renommierten Regisseurin Mira Nair bei dem Film "Kama Sutra: A Tale Of Love" oder mit Rajan Khosa bei "Dance of the Wind" sein. Für die Ausstellung „Padshahnama im Britischen Museum in London wurde sie mit der Komposition der Eröffnungsmusik beauftragt. Und natürlich ist Shubha Mudgal mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen bedacht worden. So erhielt sie 1996 den Preis für die beste Musikregie in einem Dokumentarkfilm beim Nationalen Film-Festival von Indien und 2000 den angesehenen Künstler-Orden „Padma Shri“ der indischen Regierung.
Author: Gabriele Stiller-Kern

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(19 September 03 - 16 November 03)