Homero Aridjis

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crossroads:
Erotik, Ethik, Politik, Umwelt
genre(subgenre):
Geschriebenes & gesprochenes Wort (allgemein)
created on:
June 17, 2005
last changed on:
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Homero Aridjis wurde 1940 in Contepec / Michoacán, Mexiko, geboren. Schon als Jugendlicher begann er zu schreiben und zu veröffentlichen. An der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) in Mexiko-Stadt studierte er Philosophie und Literatur, gründete die Zeitschrift „Correspondencias” und war Chefredakteur von „Diálogos”. 1964 erhielt er den mexikanischen Literaturpreis Xavier Villaurrutia.
Octavio Paz stellte ihn in den sechziger Jahren in der Anthologie „Poesía en movimiento” (Ü: Poesie in Bewegung) neben drei anderen vielversprechenden Dichtern Mexikos vor, denen er vier Elementen aus dem altchinesischen „I Ging – Das Buch der Wandlungen” zuordnete: Donner und Blitz Montes de Oca, das fließende Wasser Gabriel Zaid, das stehende Wasser José Emilio Pacheco und das Feuer Homero Aridjis.

Zunächst entschied Aridjis sich für eine akademische Laufbahn, doch schon bald wechselte er als Diplomat zur Politik. Sein Engagement für die Kultur-, Friedens- und Umweltpolitik ließ ihn zum grünen Gewissen Mexikos und Lateinamerikas werden. In den achtziger Jahren war er mexikanischer Botschafter in den Niederlanden und in der Schweiz. 1985 gründete er in Mexiko die Vereinigung „Grupo de los Cien” mit hundert international bekannten Künstlern und Intellektuellen, die sich national und weltweit für Umwelt und Ethik einsetzen. Von 1997 bis 2003 war er als Präsident des Internationalen P.E.N. mit Sitz in London darum bemüht, die eurozentrische Begrenztheit zu überwinden – zugunsten der kreativen Peripherien als den eigentlich innovativen Mittelpunkten unserer Gegenwartskultur.

Homero Aridjis hat zahlreiche Gedichtbände geschrieben, einige Romane sowie Erzählungen für Kinder, Essays und Theaterstücke. Für sein Gesamtwerk erhielt er 1997 den Prix Roger Caillois. Sein ethisch-politisches Engagement ist nachhaltig in seine Poesie eingegangen, wie er selbst einmal betonte: „Ökologie ist Poesie. Natur und Lyrik sind eng miteinander verknüpft. Ich verteidige das Wasser, die Bäume und Tiere, die zentrale Themen meiner Gedichte darstellen.”

Der variationsreiche Stil seiner Gedichte ist von einem epischen Atem getragen, die Sprache leicht zugänglich und nicht überfrachtet, bisweilen von schonungsloser Selbsterkenntnis und einer Offenheit, die den Leser in seinen Bann zu ziehen vermag. Ein Sammelband ausgewählter Gedichte erschien 2001 als „Ojos de Otro Mirar” (2001 Ü: Augen, um anders sehen zu können). In seinen Romanen „1492. Vida y tiempos de Juan Cabezón de Castilla” (1985 dt. „1492”, 1992) und „El señor de los últimos días, visiones del año mil” (1994 Ü: Der Herr der letzten Tage. Visionen vom Jahr 1000) setzt er sich mit der Lebens- und Denkweise vergangener Zeiten auseinander. Homero Aridjis lebt in Mexiko-Stadt.
Author: Internationales Literaturfestival Berlin (ilb)

Works

Obra poética 1960 - 2001

Published Written,
2001
Fondo de Cultura Económica: Mexiko

Eyes to See Otherwise. Ojos de otro mirar

Published Written,
2001
New Directions: New York

Tiempo de ángeles

Published Written,
1997
Fondo de Cultura Económica: Mexiko

El señor de los últimos días, visiones del año mil

Published Written,
1994
Alfaguara: Mexiko

1492 – Die Abenteuer des Juan Cabezón von Kastilien

Published Written,
1992
Übersetzung von Harald Riemann, Benziger: Zürich

Construír la muerte

Published Written,
1982
Joaquín Mortiz: Mexiko

Los espacios azules

Published Written,
1969
Joaquín Mortiz: Mexiko