Sam Tshabalala

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additional name:
Sabeka, Malopoets
genre(subgenre):
Musik (Afro-Pop, Mbaqanga, Township Jive)
region:
Africa, Southern, Europe, Western
country/territory:
South Africa, France
city:
Johannesburg, Paris
created on:
May 19, 2003
last changed on:
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Sam Tshabalala – ein pan-afrikanischer Musiker mit

Sam Tshabalala gilt heute als einer der wichtigsten Komponisten Südafrikas. Seine Karriere begann er Ende der siebziger Jahre mit den "Malopoets", die ebenso in ihrer Heimat wie in Frankreich und Amerika für Furore sorgten. Auf einer Europatournee 1989 entschloss sich Sam Tshabalala ins Exil nach Paris zu gehen, wo er 1993 mit Topmusikern der afrikanischen Musikszene seine Band "Sabeka" gründete, die südafrikanische Township Music mit Elementen von Funk, Reggae und Jazz verbindet und die warmen, einschmeichelnden afrikanischen Melodien mit mitreißendem Funk-Jazz aufbereitet.
Sam Tshabalala gründete 1978 in Johannesburg mit fünf weiteren jungen Musikern aus Soweto, Mamelodi und Durban die "Malopoets". Alle Bandmitglieder waren damals in ihren Zwanzigern und die junge Band stieß sofort auf große Resonanz. Das lag neben der Musik vor allem an den Texten in Zulu, Sotho, Shangaan und anderen südafrikanischen Stammessprachen. Die Mehrheit der südafrikanischen Musiker sang zu diesem Zeitpunkt entweder in Englisch oder in der eigenen Stammessprache, stammesübergreifende Musik und Texte, die die aktuelle politische Situation reflektierten, waren – auch wegen der herrschenden Zensur – zu diesem Zeitpunkt noch eine Ausnahmeerscheinung.

Die "Malopoets" spielten in Universitäten und Theatern und waren die erste schwarze Gruppe, die im renommierten "Market Theatre" in Johannesburg auftreten durfte. 1980 ergaben sich erste Kontakte zum französischen Produzenten Martin Meissonier, der zu diesem Zeitpunkt mit King Sunny Ade und Fela Kuti arbeitete. Daraus ergaben sich 1983 erste Konzerte auf Festivals in Frankreich und einige Auftritte in Großbritannien. Nach einem zwischenzeitlichen Aufenthalt in Südafrika kam dann 1984 die erste große Frankreich-Tournee mit Toure Kunda und die Aufnahmen für das erste Album "Malopoets" (EMI) mit dem Produzenten von Johnny Clegg. 1985 folgte die erste US-Tour. Damit waren die "Malopoets" die erste schwarze, südafrikanische Band, die eine US-Tournee machte, ohne ausgebürgert zu sein. In dieser Zeit nahmen die "Malopoets" auch an dem Projekt "Sun City – Artists Against Apartheid" von Little Stevens teil, das damals fast alle Größen der internationalen Rock-, Pop- und Jazzwelt von Bono bis Miles Davis vereinte.

Als in Südafrika der Ausnahmezustand erklärt wurde, entschloss sich Sam Tshabalala in Paris zu bleiben, während andere Musiker der Gruppe aus familiären Gründen nach Südafrika zurückkehrten. Trotzdem konnten 1988 noch Aufnahmen für das Album "Life Is For Living" (Virgin) stattfinden. 1989 fand dann die Promotion-Tournee für das Album statt, die gleichzeitig die Abschiedstournee für die "Malopoets" werden sollte. Nach der Auflösung der Band blieb Sam Tshabalala in Paris und arbeitete als Perkussionist, Schauspieler und Sänger bei internationalen Theaterprojekten.

1993 gründete Tshabalala dann sein eigenes Projekt "Sabeka". Diese Band vereinigt einige der besten Musiker der Pariser Afro-Szene, die sonst auch mit WES, Miriam Makeba, Manu Dibango und Papa Wemba auftreten. Da keines der anderen Bandmitglieder aus Südafrika stammt, ergab sich zwangsläufig eine stilistische Öffnung, die der Musik von "Sabeka" einen pan-afrikanischen Charakter verleiht, auch wenn die Texte weiterhin in Shangaan, Zulu, Sotho und Englisch gesungen werden. Musikalisch werden die südafrikanischen Mbaganga-Wurzeln mit Funk-, Jazz- und Reggae-Elementen angereichert. Bereits im Gründungsjahr 1993 konnte die Band beim Empfang für Nelson Mandela im Theater "Romain Rolland" auftreten. Es folgten zahlreiche Auftritte und Tourneen, seit 1997 auch in Deutschland, so zum Beispiel 2000 im Rahmen der Expo. Dem 1996 erschienenen ersten Album "Khanyisa" soll im November 2001 die neue Produktion "Communication" folgen.
Author: Richard Berkowski  

Bio

Noch in seinen Zwanzigern gründete Sam Tshabalala 1978 in Johannesburg die Gruppe "Malopoets", die sich schnell zum neben Miriam Makeba erfolgreichsten Musik-Export Südafrikas entwickeln sollte. Nach erfolgreichen Tourneen Mitte der achtziger Jahre in Frankreich, Großbritannien und Amerika entschloss sich Sam Tshabalala im Pariser Exil zu bleiben. Obwohl auf Frankreich, die Schweiz und Südafrika verteilt, konnten die Mitglieder die "Malopoets" noch bis zur Abschiedstournee 1989 aktiv halten. Sam Tshabalala arbeitete in der Folgezeit in Paris als Musiker und Schauspieler an internationalen Theaterprojekten mit und gründete 1993 seine aktuelle Band "Sabeka" mit Topmusikern aus der afrikanischen Musik-Gemeinde in Paris. "Sabeka" ist inzwischen international überaus erfolgreich, im November 2001 soll das neueste Album "Communication" erscheinen.

Works

Meadowlands

Published Audio,
2005
Tropical (Sony Music)

Sun City - Artists Against Apartheid

Published Audio,
2003
(project from Little Stevens)

Communication

Published Audio,
2002
Heaven & E

Sabeka: Communication

Published Audio,
2001
Griot

Sabeka: Khanyisa

Published Audio,
1996

Malopoets: Life is for Living

Published Audio,
1988
Virgin

Album Malopoets

Published Audio,
1984
EMI

Projects

This artist took part in the following project(s) organized/funded by the culturebase.net partner institutions.

Jazz across the border

(21 June 91 - 15 July 01)