Nelson Leirner

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crossroads:
Diktatur, Ironie, Nation, Politik, Realismus
genre(subgenre):
Bildende Kunst (Happening, Installation, Malerei, partizipatorische Kunst, Zeichnung)
region:
America, South
country/territory:
Brazil
created on:
June 26, 2006
last changed on:
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Article

Nelson Leirner – Die Melancholie der Provokation

Der 1932 in São Paulo geborene Nelson Leirner mag keine Gewinner. Das Fußballspiel in einem seiner bekanntesten Werke „Futebol“ („Football“, 2001) lässt er unentschieden ausgehen, obwohl er es anlässlich der Fußballweltmeisterschaft schuf. Es ist eine fast emblematische Installation für den Weg der brasilianischen Kunst seit den 60er Jahren, den Nelson Leirner in seiner Person verkörpert. „Futebol“ zeigt beispielhaft die ironische Serialisierung von zu Kitsch geronnenen modernen Kultobjekten, mit der er sich die industrialisierte Popularkultur aneignet. Doch der Erfolg, der ihn zu einem der international bekanntesten brasilianischen Künstler gemacht hat, zeigt, dass er gegen den Kunstbetrieb verloren hat, dessen Mechanismen er sein Leben lang bloßlegen wollte.
1966 gründet Nelson Leirner zusammen mit Geraldo de Barros und Wesley Duke Lee die „Grupo Rex“ von São Paulo, die sich ebenso humorvoll wie aggressiv gegen das damals dominante Produktionssystem, die Kunstkritik und letztlich gegen den gesamten Kulturbetrieb wandte. Als sie 1967 beschließen, ihre Zeitung und Galerie aufzulösen, gestalten sie dies mit einer humorvollen Geste zu einem Happening, in dem die Aneignung der Kunst und die Rolle des Künstlers ad absurdum geführt werden. Nach der Ankündigung, dass die Galeriebesucher die Werke Nelson Leirners mit nach Hause nehmen können, stürmen diese die Ausstellung und zerreißen seine Gemälde.

Die Bezugspunkte in diesem ironischen Setting entstammen der Tropicalia-Bewegung, die die partizipatorische gegen die elitäre Kunst , die nationale gegen die ausländische und die Volkskunst gegen die Massenkunst auf ihre Fahnen geschrieben hatte. Nelson Leirner gehörte schon zu den Künstlern der Ausstellung „Propostas 65“ in São Paulo, die einen „zeitgenössischen Realismus in Brasilien“ in der Tradition von Hélio Oiticicas „Neuer brasilianischer Objektivität“ anstrebten und dafür – wie es Sérgio Ferro im Ausstellungskatalog schrieb – „die guten Manieren und grammatischen Beschränkungen“ vergessen sollten, „um das Neue mit der notwendigen Rohheit zu formulieren.“

Von den beiden letztgenannten Grundsätzen macht Nelson Leirner in zahlreichen Provokationen ausgiebig Gebrauch. 1966 reicht er ein ausgestopftes Schwein in einem Holzkäfig mit einem Schinken am Schwanz für eine Ausstellung in Brasilia ein. Als dies angenommen wird, verlangt er eine Erklärung, nach welchen Kriterien diese Entscheidung gefallen sei. In der nachfolgenden dreimonatigen Debatte um Kunst und Jury verschwinden der Künstler und sein Werk fast vollständig. Trotzdem wird die letzte Etappe seiner Intervention von der Zensur verhindert. Die ursprünglich geplante Dekorierung des eingekerkerten und für seinen Schinken geopferten Schweins bei seiner Heimkehr nach São Paulo mit Medaillen findet nicht statt.

Die politische Symbolik – kann ein eingekerkertes Schwein überhaupt lebendig sein? – bleibt in der Zeit der Militärdiktatur keinem verborgen. Die Kritik an der Diktatur kann Leirner nicht offen thematisieren, so kreiert er aggressive Metaphern, die allerdings deutlich genug sind: Hühner an Bügeln unter einer mechanischen Foltermaschine, die sie köpft! Scheren mit Flügeln, um zu kastrieren und töten! Er integriert erotische Elemente in seine Werke, um den Zensoren erklären zu können, es gehe ihm dabei nicht um Politik, sondern um Sex. Seit Beginn der 70er Jahre lehrt er zwei Dekaden an der Faculdade Armando Á lvares Penteado. Nicht um der Zensur zu entgehen, sondern weil ihn der Leiter, ein Gesinnungsgenosse, darum gebeten hat und weil es ihm Spaß macht, sich mit jungen Leuten auseinanderzusetzen, betont er.

Seit Beginn der 80er Jahre – so sagt er – hat das System gelernt: Es kauft seine Kritiker, stellt sie aus und entzaubert so den Mythos des Künstlers. Je mehr ein Künstler auf die Gesellschaft einschlägt, desto mehr kann er verkaufen, beschreibt er die Logik der Skandalisierung. Obwohl Leirner die USA, die Globalisierung und ihre Vorherrschaft in Lateinamerika in der Serie postkolonialer Karten mit dem Titel „Assim é se lhe parece“ („Right You Are If You Think You Are”, 2003) angreift, wird sein Werk dort gekauft. Mit einer Installation, die die Mechanismen von Kunstauktionen am Beispiel von Sotheby’s ironisiert, schafft er es auf eine Auktion bei Christie’s. „Man entkommt diesem Mechanismus nicht. Höchstens, indem man sich zur Ruhe setzt!“ erklärt er. Aber das kommt für Leirner natürlich nicht in Frage.

Damals, von den 60ern bis Ende der 70er Jahre, wusste er noch, wer seine Feinde waren, und er wollte sie so hart wie möglich treffen. Nicht nur die Diktatur, auch den Kunstmarkt. Mit „ Homenagem a Fontana“ (1967) versuchte er mit Hilfe von Reißverschlüssen die Beziehung zwischen Kunst und Industrie zu entmystifizieren und die Serie von je 25 Stücken zu Produktionspreisen zu verkaufen. Doch die Kalkulation der Addition der Kostpreise von Rahmen, Reißverschluss, Tuch, Arbeitszeit und Profit ging nicht auf. Das „System“ wollte nicht auf den spekulativen Mehrwert am Künstler verzichten und Nelson Leirner erhielt den Ersten Preis der Biennale von Tokio 1967. Doch auch heute noch stellt Leirner die romantische Vorstellung des Künstlers-Autors in Frage. „Wenn mich heute jemand fragt, ob ich Kunst mache, antworte ich, ‚Nein, ich stelle ein Produkt her!’“ „Ich möchte kein Künstler sein. Die Gesellschaft will mich als Künstler. Wenn man mich einen Künstler nennen will, kann man das tun, aber ich bin keiner. Heute bin ich der Geschäftsführer meines Unternehmens.“

Die Re-Konzeptualisierung von Images, die Leirner in der Serie „Assim é se lhe parece“ („Right You Are If You Think You Are” (2003) vornimmt, ist typisch für seine Vorgehensweise bei der Aneignung tradierter Icons mit den Mitteln des Minimalismus und der Wiederholung, mit der er seit den 80er Jahren vorgeht. Als Ingredienzien reichen ihm über den ganzen Globus aufgepflanzte Amerikanische Fahnen oder bunte Micky Mäuse und schwarz-weiße Strichmännchen, die in einem Diptychon mal Nord- und mal Südamerika bevölkern. Ähnlich subversiv anti-ikonographisch verfährt er in seiner Kritik der Repräsentation in den Werken, in denen er sich mit Kunst, bzw. Kunstgeschichte und Konzeptkunst,von da Vinci über Duchamp bis zu Warhol auseinandersetzt.

In seiner Installation „La Gioconda“ (1999) treibt Nelson Leirner die Verkitschung von da Vincis Mona Lisa spielerisch auf die Spitze und ironisiert die Konvention der Images, indem er Hoch- und Alltagskultur, Kitsch und populäre Icons mischt. Diese Verfahrensweise setzt er auch in den Installationen „Futebol“/„Fooball“ (2001) und „A grande parada“/„The great parade“ (1998) ein, die er im Sommer 2006 in der Ausstellung „Copa da Cultura“ im Berliner Haus der Kulturen der Welt erstmals zusammen ausstellt. In dieser Inszenierung wird die 1999 für die Biennale von Venedig geschaffene Prozession zur Menge, die ins Stadion drängt. Evolution und Geschichte lösen sich auf in die imaginäre Folklore international bekannter Icons. Es gibt keinen Fortschritt innerhalb der „Grande Parada“, genauso wenig wie es Gewinner im Spiel des Lebens, für das „Futebol“ steht, gibt. Das Figurenensemble, das sich teilweise überschneidet, reicht von Christus- und Heiligen- bis zu Buddhafiguren und einer afrikanischen Wassergöttin. In dem Stadionrund schauen Schneewittchen und weit mehr als sieben Zwerge und andere Bewohner des Disney-Planeten, Mönche mit Tonsur und schwarze Jazzsänger in weißen Anzügen mit weißem Bowlerhut den Spielern zu. Doch wer sind die Spieler und welches Spiel wird hier gespielt? Als Spieler figurieren Affen, die zwar unterschiedliche Nummern tragen, aber nicht einmal verschiedene Trikots. Als Affen hat man im Brasilien der 70er Jahre die Militärs bezeichnet, erklärt Nelson Leirner, um gleich noch hinzuzufügen, dass Affen in den 80ern dann zum Symbol für eine bedrohte Spezies wurden.

So kann jeder Zuschauer mit seinem kulturell erworbenen Zeichenvorrat seine Interpretation der Zeichen der Installation entwickeln. Im Haus der Kulturen der Welt wird er eingeladen, sich in der Installation „Waiting Room“ selbst in die Szenerie mit einzubringen. Dort kann er sein Bild in Spiegeln neben Affenköpfen mit rot geschminkten Lippen betrachten. Er hat Äffinnen ausgewählt, merkt Nelson Leirner ironisch an, weil sie schöner sind. Er interpretiert seine Installationen nicht gerne selbst, das überlässt er den Betrachtern. Lieber erzählt er die Anekdote, dass in seiner Familie Fußball schon immer eine Rolle spielte. Denn bevor sein Vater in den 20er Jahren mit seiner Frau aus Polen nach Brasilien einwanderte, spielte er in der polnischen Armee-Auswahl.

Nelson Leirner bevorzugt das Versteckspiel des Künstlers/Autors, der durch die Interpretation seiner Rezipienten eine tiefere Wahrheit über sein Werk lernt. So hat er durch den Leiter des New Yorker Brooklyn-Museums erfahren, dass in „Futebol“ trotz aller Figuren und Farben die Dimension des Krachs, der Gesänge und der Anfeuerungsschreie fehlen. So gesehen ist der Zustand der Kunst und der Welt in dieser Installation ein trauriger, stumm eingefroren im gleichberechtigten Nebeneinander industriell gefertigter globaler Zeichen, die nichts mehr zu sagen haben, so unterhaltend und sinnlich sie auch sind. Auch wenn seine Installationen bei oberflächlicher Betrachtung fröhlich erscheinen, sind sie doch eher traurig, betont Leirner und fügt manchmal dazu, schließlich habe er mehr als 30 Jahre Psychoanalyse hinter sich.

In „Futebol“ gibt es keine Gewinner, Heiligenfiguren schützen die Tore. Sie, so erklärt er, waren zuerst da, dann erst suchte er sich alle Figuren, deren er habhaft werden konnte. Selbst im letzten Spiel, sinniert Nelson Leirner, könnte es keine Gewinner geben. Er spekuliert darüber, dass er ja alle Figuren in einer allerletzten Installation zerbrechen und alles in die Luft jagen könnte. Denn auch der Künstler hat verloren. Die Konzeptkunst ist heute kraftlos geworden, beklagt er sich. Der Künstler hat seine Autorenschaft längst an die Marketingkonzepte der Kuratoren verloren. Ihm, der so gerne symbolisch mit dem großen Hammer auf seine Gegner einschlug, bleibt als letztes Phantasma die eigenhändige Zerstörung seiner Figuren. Zu Beginn seiner Karriere hat er das noch den Zuschauern überlassen. Diese elliptische Bewegung ist vielleicht Nelson Leirners eigene Version des „Antropofagismo“.

Aus einem Interview mit dem Künstler im Juni 2006.
Author: Ulrich Joßner

Bio

Born in 1932 in São Paulo, Brazil
Lives and works in Rio de Janeiro, Brazil

Works

Ausgewählte Gruppenausstellungen

Exhibition / Installation
2006 Espaço Aberto/Espaço fechado: sites for sculpture in modern Brazil, The Henry Moore Foundation, Leeds, England Tropicália: A Revolution in Brazilian Culture, Barbican, London, England 2005 Homo Ludens: do faz de conta à vertigem, Itaú Cultural, São Paulo, SP, Brasilien Tropicália: A Revolution in Brazilian Culture, Museum of Contemporary Art, Chicago, USA Lágrimas, Mosteiro de Alcobaça, Portugal The Disappeared, North Dakota Museum of Art, Grand Forks, USA O Corpo na Arte Contemporânea Brazileira, Itaú Cultural, São Paulo, SP, Brasilien 2004 Versão Brazileira, Galeria Brito Cimino, São Paulo, SP, Brasilien Casa – Uma Poética do Espaço na Arte Brazileira, Museu do Vale do Rio Doce, Vitória, ES, Brasilien Espaço Lúdico - um olhar sobre a infância na arte brazileira, Galeria do BNDES, Rio de Janeiro, RJ, Brasilien Sonhando com os Olhos Abertos, Instituto Tomie Ohtake, São Paulo, SP, Brasilien Art of the Americas: Latin America and the United States, 1800 to Now!, Santa Barbara Museum of Art, Santa Barbara, CA, USA Arteconhecimento, Museu de Arte Contemporânea da Universidade de São Paulo - MAC-USP, São Paulo, SP, Brasilien Pintura Reencarnada, Paço das Artes, São Paulo, SP, Brasilien Os Amigos da Gravura, Museu da Chácara do Céu, Rio de Janeiro, RJ, Brasilien Fight the Power, Galerie Gabrielle Maubrie, Paris, Frankreich Tomie Ohtake na Trama Espiritual da Arte Brazileira, Novo Museu, Curitiba, PR, Brasilien Tomie Ohtake na Trama Espiritual da Arte Brazileira, Museu Nacional de Belas Artes, Rio de Janeiro, RJ, Brasilien 2003 Tomie Ohtake na Trama Espiritual da Arte Brazileira, Instituto Tomie Ohtake, São Paulo, SP, Brasilien Frágiles, Galeria Espacio Líquido, Gijon, Asturias, Spanien Ordenação e Vertigem, Centro Cultural Banco do Brazil, São Paulo ,SP, Brasilien Art Unlimited, Basel, Schweiz Arte e Sociedade, Uma Relação Polêmica, Itaú Cultural, São Paulo, SP, Brasilien Aproximações do Espírito Pop (1963-68), Waldemar Cordeiro, Antonio Dias, Wesley Duke Lee, Nelson Leirner, Museu de Arte Moderna de São Paulo, SP, Brasilien Layers of Brazilian Art, Faulconer Gallery, Grinnel, Iowa, USA Arteconhecimento 70 Anos USP - Museu de Arte Contemporânea da Universidade de São Paulo, SP, Brasilien 2002 Biennial of Liverpool, England XXV Bienal Internacional de São Paulo, SP, Brasilien 2001 The Overexcited Body – Sport and Art in the Contemporary Society, Sesc Pompéia, São Paulo, SP, Brasilien Lucio Fontana, A Ótica do Invisível, Centro Cultural Banco do Brazil, Rio de Janeiro, RJ, Brasilien Recortes, Galeria Brito Cimino, São Paulo, SP, Brasilien Trajetória da Luz na Arte Brazileira, Instituto Itaú Cultural, São Paulo, SP, Brasilien 1ª Bienal de Artes do Cariri, Juazeiro do Norte, CE, Brasilien 2000 Obra Nova, Museu de Arte de Contemporânea da Universidade de São Paulo, SP, Brasilien Arte e Erotísmo, Galeria Nara Roesler, São Paulo, SP, Brasilien Os Anjos Estão de Volta, Pinacoteca do Estado de São Paulo, São Paulo, SP, Brasilien A Arte do Papel, Museu de Arte Contemporânea, São Paulo, SP, Brasilien Situações: Arte Brazileira – Anos 70, Fundação Casa França Brazil, Rio de Janeiro, RJ, Brasilien Prêmio Multicultural Estadão, Sesc Pompéia, São Paulo, SP, Brasilien Brazilidade, Espaço Cultural Light, Rio de Janeiro, RJ, Brasilien Um Oceano Inteiro Para Nadar, Culturgest, Lissabon, Portugal Mostra do Redescobrimento Brazil 500 anos, São Paulo, SP, Brasilien Cá Entre Nós, Paço das Artes, São Paulo, SP, Brasilien Bardi e Seus Artistas, Memorial da América Latina, São Paulo, SP, Brasilien III, Galeria Brito Cimino, São Paulo, SP, Brasilien The Fifth Element, Money and Art, Kunsthalle Düsseldorf 1999 Parallèle Brito Cimino/FIAC, Galeria Brito Cimino, São Paulo, SP, Brasilien Hierarquia, Paço Imperial, Rio de Janeiro, RJ, Brasilien Por que Duchamp?, Paço das Artes, São Paulo, SP, Brasilien 48ª Biennial of Venice, Italien Panorama de Arte, Museu de Arte Moderna de São Paulo, SP, Brasilien The Fifth Element, Money and Art, Kunsthalle Düsseldorf Enigmas, Galeria Brito Cimino, São Paulo, SP, Brasilien 1998 II Prêmio Johnie Walker de Artes Plásticas, Museu Nacional de Belas Artes, Rio de Janeiro, RJ, Brasilien Doações Recentes, Museu de Arte Moderna de São Paulo, SP, Brasilien Iconoclastias Culturais, Casa das Rosas, São Paulo, SP, Brasilien Re-figuração, Museu de Arte Contemporânea da Universidade de São Paulo, SP, Brasilien Trabalhos Feitos em Cadeira de Balanço Assistindo a Televisão, Museu de Arte Moderna do Rio de Janeiro, RJ, Brasilien Espelhos da Bienal, Museu de Arte Contemporânea de Niterói, RJ, Brasilien Fronteiras, Instituto Cultural Itaú, São Paulo, SP, Brasilien Seleção Galeria Brito Cimino, São Paulo, SP, Brasilien 1997 Galeria Brito Cimino, São Paulo, SP, Brasilien Ao Cubo, Paço das Artes, São Paulo, SP, Brasilien 1995 Infância Perversa, Museu de Arte Moderna do Rio de Janeiro, RJ, Brasilien 1994 Biennial Brazil Século XX, São Paulo, SP, Brasilien 1988 Modernidade, Museu de Arte Moderna de São Paulo, SP, Brasilien 1987 Modernidade, Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris, Frankreich 1986 Uma Virada no Século: XX / XXI, Pinacoteca do Estado de São Paulo, SP, Brasilien 1978 Panorama da Arte Atual Brazileira: Escultura, Objeto, Museu de Arte Moderna de São Paulo, SP, Brasilien 1977 O Artista e a Empresa, Museu de Arte de São Paulo Assis Chateaubriand, SP, Brasilien 1973 Image du Brésil, Manhattan Center, Brüssel, Belgien 1972 Panorama da Arte Atual Brazileira: Escultura, Objeto, Museu de Arte Moderna de São Paulo, SP, Brasilien 1968 Bandeiras na Praça - Happening, São Paulo, SP, Brasilien 1967 Nova Objetividade Brazileira, Museu de Arte Moderna do Rio de Janeiro, RJ, Brasilien 9° Biennale von Tokio, Japan 9° Biennale von São Paulo, SP, Brasilien 4° Salão de Arte Moderna de Brasília, DF, Brasilien 1966 Rex Gallery & Sons, São Paulo, SP, Brasilien 1965 Museo de Arte Moderno de Buenos Aires, Argentinien Propostas 65, Fundação Armando Álvares Penteado, São Paulo, SP, Brasilien 1964 Galeria Solarium, São Paulo, SP, Brasilien Museu de Arte do Rio Grande do Sul, Porto Alegre, RS, Brasilien 1963 7° Biennale von São Paulo, SP, Brasilien 1962 11° Salão Nacional de Arte Moderna , São Paulo, SP, Brasilien 1961 3° Bienal de Artes Plásticas do Teatro, São Paulo, SP, Brasilien 6° Bienal Internacional de São Paulo, SP, Brasilien 1960 Galeria de Arte das Folhas, São Paulo, SP, Brasilien 1958-63 VIII, IX, X e XII Salão Paulista de Arte Moderna, São Paulo, SP, Brasilien

Ausgewählte Einzelausstellungen

Exhibition / Installation
2005 Galerie Gabrielle Maubrie, Paris, Frankreich Museu de Arte Contemporânea de Niterói – MAC, Rio de Janeiro, Brasilien 2004 N.Leirner 1999+5, Roebling Hall, New York, NY, USA N.Leirner 1994+10, Novo Museu, Curitiba, PR, Brasilien Era uma vez…, Galeria Brito Cimino, São Paulo, SP, Brasilien N.Leirner 1994+10, Instituto Tomie Ohtake, São Paulo, SP, Brasilien 2003 UM+DOIS+MIL, Culturgest, Porto, Portugal Outre-mer, Gallerie Gabrielle Maubrie, Paris, Frankreich Palavra Extrapolada, SESC Pompéia, São Paulo, SP, Brasilien Art Unlimited, Art Basel, Basel, Schweiz Assim é... se lhe Parece, Galeria Brito Cimino, São Paulo, SP, Brasilien Art Unknown, Arco, Madrid, Spanien 2002 Adoração, Espaço Cultural Contemporâneo Venâncio ECCO, Brasília, DF, Brasilien Nelson, antes de Nelson Leirner, Centro Universitário Maria Antonia, São Paulo, Brasilien arte e não Arte, Galeria Brito Cimino, São Paulo, SP, Brasilien arte e não Arte, Galeria Angela Martins, Belo Horizonte, MG, Brasilien Adoração, Museu de Arte Moderna Aloísio Magalhães, Recife, PE, Brasilien 2001 Projeto Parede, Museu de Arte Moderna de São Paulo, SP, Brasilien 2000 Fase Rio de Janeiro, Galeria Paulo Darzé, Salvador, BA, Brasilien 1999 Clonagem , Galeria Ana Maria Niemeyer, Rio de Janeiro, RJ, Brasilien Bolsa de Arte Porto Alegre, Porto Alegre, RS, Brasilien 1998 Nelson Leirner, Uma Instalação, Galeria Brito Cimino, São Paulo, SP, Brasilien 1997 Nelson Leirner, Uma Viagem, Centro Cultural Light, Rio de Janeiro, RJ, Brasilien 1994 Retrospectiva, Paço das Artes, São Paulo, SP, Brasilien Homenagem a Fontana, Galeria São Paulo, SP, Brasilien 1993 Jardim das Delícias, Capela do Morumbi, São Paulo, SP, Brasilien 1991 Grey Art Gallery and Study Center, University of New York, NY, USA 1990 Santa Ceia, Galeria Luisa Strina, São Paulo, SP, Brasilien 1989 Projeto Aula, Galeria Luisa Strina, São Paulo, SP, Brasilien 1987 Exposição Para Ser... Lida, Galeria Luisa Strina, São Paulo, SP, Brasilien 1985 O Grande Combate, Galeria Luisa Strina, São Paulo, SP, Brasilien 1984 Exponha-se à Arte, Galeria São Paulo, SP, Brasilien Grande Desfile, Museu de Arte Moderna do Rio de Janeiro, RJ, Brasilien 1983 Xeque Mate e Puzz, Galeria Luisa Strina, São Paulo, SP, Brasilien 1978 Uma Linha Não Dura, Galeria Luisa Strina, São Paulo, SP, Brasilien Uma Linha Dura ... Não Dura, Galeria Luisa Strina, São Paulo, SP, Brasilien 1975 Esporte é Cultura, Galeria Arte Global, São Paulo, SP, Brasilien 1974 Rebelião dos Animais, The University of Texas, Austin, USA Brazilian American Institute, Washington DC, USA Museu de Arte de São Paulo Assis Chateaubriand, São Paulo, SP, Brasilien 1970 Faculdade de Arquitetura e Urbanismo da Universidade de São Paulo, SP, Brasilien 1968 Love Life of a Gorilla, Museu de Arte Moderna do Rio de Janeiro, RJ, Brasilien Aprenda Colorindo a Gozar a Cor, Out-Doors, São Paulo, SP, Brasilien 1967 Exposição não Exposição - Happening, Grupo Rex, São Paulo, SP, Brasilien Homenagem a Fontana, Galeria Seta, São Paulo, SP, Brasilien 1965 Galeria Atrium, São Paulo, SP, Brasilien 1961 Galeria São Luiz, São Paulo, SP, Brasilien

Projects

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Brasil - Copa da Cultura

(14 June 06 - 14 June 08)
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