Suha Shoman

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crossroads:
Erinnerung, Identität, Spiritualität
genre(subgenre):
Bildende Kunst (Malerei, Videokunst)
region:
Middle East
country/territory:
Palestine, Jordan
created on:
December 1, 2007
last changed on:
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Suha Shoman
Suha Shoman. Courtesy of the artist

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Suha Shoman

KÜNSTLERSTATEMENT/ HAUS DER KULTUREN DER WELT 2007 „Identitätsverlust, Befremdung, Tod, Zeit und Erinnerung sind Realitäten, die mich in meinem Leben und Werk beschäftigen. Seit Anbeginn der Zeit hat die Menschheit über ihre Existenz gegrübelt. Die alten Nabataäer glaubten, dass es keine Grenze gibt zwischen der Welt der Lebenden und der der Toten. In Petra, zwischen rauen Bergen, Tempeln, Gräbern und Höhlen, frage auch ich mich: Woher komme ich? Was sind wir? Wohin gehen wir? Die Felsen von Petra, Zeugen aus unvordenklicher Zeit - Licht, Symbol ewigen Lebens und Wasser am Beginn der Schöpfung - offenbaren mir eine andere Wirklichkeit, eine Welt, in der Schönheit überwiegt." (Suha Shoman) Suha Shoman, 1944 in Jerusalem geboren, studierte zunächst Jura im Libanon und in Paris. Nach einer Begegnung mit der jordanischen Malerin Faherlnissa Zeiddann schrieb sie sich 1977 an deren Institute of Fine Arts ein und begann ihre künstlerische Laufbahn. 1986 reiste Shoman erstmals nach Petra, in die legendenumwobene Stadt der Nabatäer. Seitdem verbringt sie jedes Jahr mehrere Monate in der verlassenen Felsenstadt. Petra und die umliegende südjordanische Felsenlandschaft beeinflussen Shomans gesamtes Werk. „Jeder hat irgendwo eine Zufluchtstätte“, sagt sie. „Für mich ist das Petra, wo ich meinen Platz und meine Einsamkeit finde.“ Für Shoman ist Petra die Quelle ihrer künstlerischen Inspiration – das „Petra unserer Vorfahren, wo der Raum unendlich ist, wo die Zeit dahin treibt, wo sich einem die Ewigkeit offenbart, wo unsere Schritte tief in die Felsen eingraviert sind und eine Geschichte in sich bergen, die noch zu erzählen wäre." (Suha Shoman zitiert nach www.universes-in-universe.org). Die Petra-Bilder illustrieren Shomans künstlerische Entwicklung. So waren die ersten Bilder wirklichkeitsgetreue Abbildungen, die sich zu horizontalen Farbstreifen und dann zu Variationen nur einer Farbe entwickelten. Ihre großformatigen Bilder und Videoinstallationen erforschen die Stadt und kreisen um die Themen Spiritualität, Erinnerung, Vergänglichkeit, die Spiegelung des Ich in seinem materiellen Umfeld und die Suche nach spirituellem Einklang mit sich und der Umgebung. Shomans Arbeiten wurden in einer Reihe von Einzelausstellungen und im Rahmen von Gruppenausstellungen in arabischen Ländern, Europa und den USA gezeigt. Ihre Arbeiten sind in Museen weltweit zu finden. Shoman ist außerdem Gründerin des Kunstzentrums Darat el Funun (Haus der Künste) in Amman, das sich um die Förderung der bildenden Künste in der arabischen Welt bemüht. Sie ist Ehrenmitglied der Sakakini General Assembly und erhielt den französischen Nationalorden der Künste für ihr Werk und ihre Verdienste um die jordanische Kunst. Shoman lebt und arbeitet in Amman, Jordanien.
Author: Haus der Kulturen der Welt

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This artist took part in the following project(s) organized/funded by the culturebase.net partner institutions.

Postkarten Projekt

(01 March 07 - 31 December 08)