Ayo Sutarma & Dedy Hernawan

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crossroads:
Tradition
genre(subgenre):
Musik (Adzan, Mengaji, traditionelle sundanesische Musik)
instruments:
Kacapi, Rebab, Suling, Tarompet
region:
America, South, Europe, Western
country/territory:
Peru, France
city:
Bandung
created on:
December 3, 2003
last changed on:
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 Ayo Sutarma & Dedy Hernawan

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Ayo Sutarma and Dedy Hernawan

Die balinesischen Musiker und Komponisten Ayo Sutarma (geboren 1969) und Dedy Hernawan (geboren 1972) stammen aus der Schule von Nano S., haben am Konservatorium in Bandung studiert und sich auf die traditionelle sundanesische Musik konzentriert. Während Hernawan sich vor allem als Suling- bzw. Rebab-Spieler einen Namen gemacht hat, ist Sutarma auf die oboenartige Tarompet und die religiösen Gesänge Mengaji und Adzan spezialisiert. Ayo Sutarma ist darüber hinaus auch als Musiklehrer an verschiedenen Schulen tätig und Mitarbeiter eines Forschungsprojektes über einheimische Musik und ihre Vermittlung an der Universität in Bandung. Kennzeichnend für die Arbeit Ayo Sutarmas ist die immer wieder neue Suche nach konstruktiven Widerständen, die ihm Anregungen zur Ausarbeitung seiner sehr radikalen Konzepte geben. Musik machen muss für ihn mit einer existenziellen und auch physischen Erfahrung verbunden sein. So entstehen Stücke wie „Baling-Baling“, das nur durch Zupfvariationen die Obertöne einer Saite zum Klingen bringt. Das Stück „Siduyoko“ basiert einzig und allein auf zwei Stimmen, die nur beim Einatmen Klänge produzieren. Eine Arbeit mit Schülern baut auf dem unkonventionellen Einsatz von traditionellen Instrumenten im Zusammenspiel mit z. B. Plastikbechern und Murmeln. Sutarma versteht seine Arbeit als eine Alternative zur immer stärkeren Abhängigkeit der Gesellschaft von elektronischen Geräten“. In der Radikalität der musikalischen Ausarbeitung seiner Konzepte unterscheidet sich Dedy Hernawan nicht von Sutarma. Er geht allerdings nach einem eher kontemplativen Konzept vor, das die Nuancen der mikrotonalen und mikroklanglichen Welt zum Ausdruck bringt. Mittlerweile widmet er sich über den Klang hinaus auch allen anderen musikalischen Parametern. Er wendet sich gegen die Fixierung auf die Tradition: „Auch in bestimmten Ritualen einer Gesellschaft darf das Kreative nicht vergessen werden.“
Author: House of World Cultures

Projects

This artist took part in the following project(s) organized/funded by the culturebase.net partner institutions.

transonic 2004

The New Sound Experience

(20 January 04 - 29 January 04)