Fatiha Messaoudi / Iness Mêzel

Article Bio Works Projects Video
genre(subgenre):
Musik (Crossover)
region:
Europe, Western, Africa, Northern
country/territory:
France, Algeria
city:
Paris
created on:
May 26, 2003
last changed on:
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 Fatiha Messaoudi / Iness Mêzel
Fatiha Messaoudi © Nicolas Bouthier

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„Tell them never to despair!“

Fatiha Messaoudi, Gründerin, Leiterin, Komponistin und Sängerin der multikulturell zusammengesetzten Gruppe „Iness Mêzel", verbindet in ihrer Musik die Klänge der Migranten in den französischen Städten mit der Musik der Berber. 1998 wurde sie mit zwei KORA-Awards (das afrikanische Pendant zum GRAMMY-Award) ausgezeichnet – als „Best North African Artist" und als „Best Female Singer“. Sie wurde 1966 in Frankreich geboren, wuchs hier sowie in Algerien auf und lebt heute in Paris.
Mit Bezügen zum großen, kabylischen Frauengesang, der in den fünfziger und sechziger Jahren seinen Höhepunkt hatte, entwickelt das Ensemble „Iness Mêzel“ unter der Leitung von Fatiha Messaoudi eine eigene Musiksprache. Bereits in den achtziger Jahren nahmen Massa Bouchafa und Karima in Algerien sowie „Djurdjura“ – eine Gruppe, zu der auch Fatiha Messaoudi und ihre Schwester Malika gehörten – in Frankreich die Tradition dieses Frauengesangs wieder auf. Ihre Texte handelten jedoch nicht mehr von verratener Liebe, sondern vom harten Leben im Maghreb und in Paris.

Mit ihrer neuen Band „Iness Mêzel“ geht Fatiha Messaoudi noch einen Schritt weiter und vereint die Musik der Berber aus den kabylischen Bergen, von wo ihre Familie kommt, mit den Melodien und Rhythmen der karibischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Migranten in den französischen Städten. “Als Kinder haben wir sehr viel, aber nicht ausschließlich, kabylische Musik gehört. In Algerien hörten wir arabo-andalusische Musik, Châabi, und später in Frankreich dann Jazz, Klassik und andere Musik“, berichtet sie. Heute kommen darüber hinaus Einflüsse aus dem Blues, der afrikanischen und der brasilianischen Musik hinzu.

Dieses Zusammentreffen unterschiedlichster musikalischer Sprachen spiegelt sich auch in der Zusammensetzung der Band wieder: „Der slavische Bassist Sputnik hat einen ganz eigenen Stil“, erzählt Fatih Messaoudi. „Nora Abdoun, die Perkussionistin, bringt ihren Swing und ihre nordafrikanischen Wurzeln mit; der Argentinier Hector Gomez spielt wiederum auf seine ganz eigene Art, und der Gitarrist Marco Cuvada hat einen spanischen Einschlag. Auf dem Album (Wedfel) ist auch noch Christina Azuma, eine sehr talentierte brasilianische Gitarristin, zu hören, die der Musik einen wunderbaren harmonischen Reichtum gegeben hat. So bringt jeder seine Erfahrungen mit. Was uns alle verbindet, ist die Liebe zur Musik.“

Fatih Messaoudi komponiert die Stücke für ihre Band, schreibt die Texte und singt ihre Lieder in der Sprache der Berber, in Französisch oder in Englisch. Viele ihrer Songs erzählen vom Alltag der Migranten in Paris: „Tell them never to despair!“ lautet die englische Übersetzung des Namens ihrer Band „Iness Mêzel“.

Ihre erste CD, auf der noch Fatihas Schwester Malika Messaoudi als Sängerin zu hören ist, veröffentlichte „Iness Mêzel“ im April 1997 bei dem französischen Label Auvidis/Silex: „Berber Singing Goes ‚World’“. 1998 verließ Malika die Band.

Nach Cheb Mami und Khaled wurde Fatiha Messaoudi 1998 in Johannesburg mit zwei KORA-Awards, einem der anerkanntesten Musikpreise Afrikas, geehrt: als „Best North African Artist“ und als „Best Female Singer“.

Bio

Geboren wurde Fatiha Messaoudi, die Gründerin und Leiterin von „Iness Mêzel“, am 27. Dezember 1966 in Paris, aufgewachsen ist sie in Algerien, der Auvergne und in Paris. In Frankreich absolvierte sie eine klassische Musik-Ausbildung, später lernte sie Jazz-Improvisation und nahm Gesangsstunden

Vor der Gründung von „Iness Mêzel“ spielte Fatiha Messaoudi mit ihrer Schwester Malika Messaoudi gemeinsam bei „Djurdjura“, einer Gruppe in Paris lebender algerischer Musiker, mit. Bis 1998 war Malika Messaoudi auch Mitglied von „Iness Mêzel“.

Seit 1995 ist Fatiha Messaoudi mit „Iness Mêzel“ in Frankreich, Deutschland, Holland, Kanada, Marokko, Südafrika und der Schweiz aufgetreten.

Works

Wedfel

Published Audio,
1998

Berber Singing Goes “World”

Published Audio,
1997
Silex 1997

Lahvev

Published Audio,
1996
in: Uhuru - World Music Festival - Voices Voix Stimmen, Blue Flame Records 1996

Projects

This artist took part in the following project(s) organized/funded by the culturebase.net partner institutions.

Rethinking Europe

Debates, lectures, concerts, readings

(26 March 98 - 24 January 99)
video

"Aya Hedat"

von der CD "Wedfel"
Naïve
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